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Entstehung

Grafik aus "Moore der Kantone St. Gallen und beider Appenzell"
Sind Sie ein ungeduldiger Mensch? Dann nehmen Sie sich ein Beispiel an der
Entstehungsgeschichte des Hochmoores!
Die Bildung eines typischen Hochmoores
ist ein sehr langsamer Prozess, der sogar bei günstigem, ungestörtem Ablauf
Jahrtausende dauert. Zur Hochmoorbildung ist ein niederschlagsreiches,
feucht-kühles Klima erforderlich, welches die Bildung von Torf begünstigt
und dessen allfällige Zersetzung stark begrenzt. Für eine Hochmoorbildung muss
das Gelände möglichst eben und der geologische Untergrund undurchlässig sein,
so dass der Boden ganz durchnässt wird. Schliesslich darf kein Mineralbodenwasser
in die Hochmoorfläche fliessen.
Die Besonderheit des Hochmoors liegt darin, dass
seine Oberfläche infolge des Wachstums der Torfmoose und aus der Torfablagerung über
den Grundwasserspiegel hinaus gestiegen ist. Die oberste Torfschicht wird so nur noch
vom Regenwasser gespiesen, das wesentlich saurer und nährstoffärmer ist, als das Grundwasser.
Durch ihre Ausscheidungen und Abbauprodukte versauern die Torfmoore das Moorwasser zusätzlich.
Hochmoore sind demnach ausgesprochen sauer, närstoff- und sauerstoffarm.
Kein anderer Lebensraum wird von seiner Vegetation so stärk geprägt, wie das Hochmoor.
Sie bestimmt die Eigenschaften des Torfes, welcher der nachfolgenden Pflanzengeneration
als Boden dient. Hochmoore können einerseits immer weiter wachsen, anderseits durch Umwelteinflüsse
oder vor allem durch menschliche Eingriffe zerstört werden!
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